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Bók

Isländische Volkssagen der Gegenwart


Höfundur:
-

Útgefandi:
J.C. Hinrichs'sche Buchhandlung, 1860

á leitum.is Textaleit

380 blaðsíður




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scheidet. Da indessen eine so weit möglich vollstándige Samm-
lung wie von Volkssagen so auch von Volksliedern durch Jón
Árnason und Séra Magnús Grímsson ohnehin in der náchsten
Zeit herausgegeben werden wird, scheint es zweckmassiger beide
Lieder, sowie auch eine Reihe anderer, nicht minder interessanter
Gedichte (wie Snjórskvæöi, Kríngilnefjukvæði, Brýn-
gerðarljóð) fiir jene Sammlung zuriickzulegen.
13.
Die folgende Geschichte von Jón Upplendíngakonúngr, welche
mir eben wahrend der Correctur dieses letzten Bogens zugeht,
ist ebenso wie die Sage von Ásmundr flagðagæfa von Séra Ey-
jólfr á Völlum der miindlichen Erziihlung seiner Grossmutter')
nachgeschrieben. — Als Olafr helgi König war iiber Norwegen,
da regierte in den Hochlanden ein König Namens Jón; der war
so schön, dass man weit und breit davon sprach, und zumal war
sein Haar von ausgezeichneter Schönheit. König Jón war noch
ledig; er verlobte sich aber mit der Tochter eines angesehenen
Mannes, einem jungen und schönen Miidchen. Da geschah es,
dass seine Braut erkrankte, starb und begraben wurde, Alles so
rasch hinter einander, dass König Jón Nichts davon erfuhr. An
dem fiir die Hochzeit bestimmten Tage kam er daher auf den
Hof seiner Braut geritten; er war aber etwas spát daran, und
die Nacht war schon weit vorgeschritten, als er den Hof er-
reichte. Da gieng er von seinen Leuten weg und dem Kirchhofe
zu; die Seelpforte (sálarhliðiö) stund offen, und so gieng er
hinein, und sah da ein neuaufgeworfenes Grab, wusste aber nicht,
wer in demselben liege. Úberdem kam ein hochgewachsener
Mann daher geritten, gerade auf die Pforte zu; der hatte ein
Schwerdt in der Hand und einen Schild an der Seite, ein Ha-
bicht sass ihm auf der Schulter, und ein Hund lief neben ihm
her. Da der Reiter einen Mann auf dem Kirchhofe sah, rief er
ihn zweimal von der Pforte weg an; das dritte Mal aber ritt er
mit gezogenem Schwerdte auí' ihn zu. König Jón fragte ihn wer
') So, nicht Amme, hiltte ich ohen, S. 310, schreiben sollen, da das Is-
liindische Wort amma zwar sprachlich aber nicht sachlich dem unseren entspricht.