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10 lieh durch einen gewissen Aufwand von Kunst eine Art Festigkeit erlangt hat, soll und kann sie doch nicht ganz dieselbe bleiben, wie dies heim Liede der Fall. Denn wie hei der Erzählung die Form vor dem Inhalte als blosses Mittel für dessen Ueberliefe- rung von selbst zurücktritt, wird sie durch die Thätigkeit des Auf- zeichnens seiner Natur nach zurückgedrängt. Der Aufzeich- nende, da er für seinen Zweck einer geschlossnen Form bedarf, deren aber die Prosa bei der Flüssigkeit ihres Elementes entbehrt, wird er gezwungen selbst eine solche zu bilden. In einer Zeit aber, in welcher man eben erst anfängt die mündliche Mittheilung zu einer schriftlichen zu machen, in welcher ein bisher nur mündlich Ueberliefertes und nur im Gedächtnisse Bewahrtes zum erstenmale aufgezeichnet wird, wird jene formende Thätigkeit des Aufzeich- ners eine Beschränkung erfahren. Sie beruht in dem Gegeneinan- derwirken zweier entgegengesetzter Elemente, des objectiven der Ueberlieferung und des subjectiven des Schreibenden, von denen, indem sie sich gegenseitig modiiieiren, keines über das andre zur völligen Herrschaft gelangen wird. Dies meinen wir nun ist für die Aufzeichnung der Sagas um so mehr in Betracht zu ziehen, als hier die Eigenthümlichkeit eines jeden dieser Elemente ent- schiedner sich geltend machte, beide in Folge der noch geringen Uebung im Aufzeichnen und der nur beschränkten Vorlage schrift- licher Versuche schroffer einander gegenüberstanden. Es sei hier an die Sammlungen von Sagen erinnert, deren unser Zeitalter seit 30, 40 Jahren sich vornämlich in Deutschland und dem skandinavischen Norden beflissen hat. Es sind Aufzeichnungen theils mythischer, theils historischer Erinnerungen, die sich in den untern Ständen des Volkes in der Form kleiner prosaischer Erzäh- lungen erhalten haben. Diese Form, nichts weniger als eine ge- wählte oder gar ausgebildete, hat sie sich, wie einst in jenen jugendlichen, deshalb um so poetischeren Zuständen des Volkes das epische Lied, als der unwillkürliche, als der natürlichste Aus- druck für jene Erinnerungen erzeugt; jedes formale Interesse tritt zurück, avo selbst das Organ der Sprache als ein rein zufälliges erscheint, an dessen Stelle •— könnte es ein gleich naturgemässes, Jedem geläufiges ersetzen —- auch ein anderes treten würde. Die- sen Erinnerungen, als lebendigen Zeugnissen für das Dichten und Trachten des Volkes, den untrüglichen Spuren seiner frühesten Schicksale, gilt ihre Aufzeichnung; in deutlichem Bewusstsein des Unterschiedes zwischen beglaubigter Geschichte und Sage unter- nommen, wird sie auch mit Sorgfalt darauf bedacht sein den
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Über die ältere isländische Saga

Year
1852
Language
German
Pages
104


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