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bindung dieser Erzählungen, wie sie aus der Absicht des Schreibers hervorgingen, dem Leser einen geschichtlichen Stoff im Zusam- menhänge mitzutheilen, setzen sie auch jene selbstgestaltende Thä- tigkeit voraus, welche die einzelnen überlieferten Erzählungen aneinander fügt und den beabsichtigten Zusammenhang unter ihnen herstellt. Wir werden aber noch weiter gehen dürfen. Denn wenn jene Erzählungen, nicht wie die Sagen um ihrer selbst willen im bewussten Gegensätze zur Geschichte aufgezeichnet wurden, sondern aus demselben historisch-politischen Interesse, das sie entstehen liess, das sie während sie noch mündlich vorgetragen wurden überwachte und hierdurch nicht ohne Einfluss auf ihre Gestaltung blieb, so liegt es nahe, dass dasselbe Interesse auch bei der Aufzeichnung sich geltend gemacht, somit der Aufzeichnende eine gewisse kritische Thätigkeit geübt habe. Denn Jenen unter den Erzählern zu suchen, die schon seit dem XI, Jahrh. als frse- dimenn besondern Gewerbes auftreten, ist um so wahrscheinlicher, als die Aufzeichnung doch nur von denen geschehen konnte, welche nicht nur eine reiche, sondern auch sehr genaue und sichere Kennt- niss der Erzählungen besassen, eine solche Kenntniss aber nur durch eignen, oft wiederholten Vortrag erworben werden mochte. In Folge dessen werden wir endlich erwarten dürfen, dass er jene Kunst deren er sich beim Erzählen befleissigte, auch beim Auf- zeichnen nicht ganz vernachlässigt habe. Der Sinn für treue und wahrhafte Ueberlieferung, nicht minder für beifallswerthe Darstel- lung musste doch hier noch lebhafter hervortreten, wo wenn er sich bethätigte die Schrift ihm einen gesicherten Erfolg versprach. Welcherlei Gewichtes nun auch der Einfluss sein möge, den der Aufzeichnende theils unwillkürlich, theils freiwillig auf die Gestalt und Form der ihm überlieferten Erzählungen ausgeübt, in jedem Falle kann er nur ein sehr geringer gewesen sein. Dass er in der Ueberlieferung nicht sowohl sein Gegengewicht, sondern vielmehr ein Uebergewicht gefunden, dafür meinen wir den trif- tigsten Grund in der Anonymität aller dieser Sagas zu finden. Wenn in dem Bekenntnisse der Autorschaft, das ein Schriftsteller für ein Werk durch Beifügung seines Namens ablegt, sich das Be- wusstsein des individuellen Bezuges ausspricht, in welchem er zu dem durch seinen Willen liervorgerufnen, durch seine Forschung, durch seine Kunst ausgeführten, durch ihn allein zu vertretenden AVerke steht, so bezeichnet die Anonymität, sofern sie sich wie bei unsern Sagas weder als eine zufällige, noch als eine beabsichtigte betrachten lässt, das völlige Zurücktreten dieses Bewusstseins; der
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Über die ältere isländische Saga

Year
1852
Language
German
Pages
104


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